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„Bei uns ist immer jeder willkommen“ – Die Offene Kinder- und Jugendarbeit im Lockdown

Rosendahl. Zufrieden zeigen sich die Sozialarbeiter mit der Resonanz zu der Aktion, die die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Zeiten des Lockdowns jeden Freitag durchführt: „Aktiv bleiben“-Pakete werden wöchentlich an teilnehmende Familien verteilt – enthalten in den kleinen Überraschungstüten sind beispielsweise Bastelmaterialien oder Ähnliches, mit denen den Kindern zuhause Abwechslung geboten werden kann – damit sie eben aktiv bleiben. „Etwas mehr als 20 Familien nutzen dieses Angebot jede Woche“, teilt Sebastian Nienhaus von der OKJA auf AZ-Nachfrage mit. Von Leon Seyock

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit im Lockdown: „Bei uns ist immer jeder willkommen“

Die Sozialpädagogen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Sebastian Nienhaus (links) und Robin Langer, halten auch in Zeiten des Lockdown stets Kontakt zu den Kindern, Jugendlichen und Familien. Unter anderem bieten sie Unterstützung im Home-Schooling oder seit einigen Wochen „Aktiv bleiben“-Tüten an. Beides werde gut genutzt, lautet ein erstes Fazit.

 

Denn besonders die Familien seien es, die in der aktuellen Zeit belastet sind. „Die Grundidee zu der Aktion war, dass wir den Kindern einmal pro Woche Abwechslung bieten möchten“, so Nienhaus. Jeden Freitag werden so die Tüten direkt bis an die Haustür gebracht, „und die Familien freuen sich, wenn wir kommen.“ In der vergangenen Woche habe die OKJA den Kindern Kressesamen und Watte mitgegeben, nennt der Sozialpädagoge ein Beispiel. So hätten die Kinder einige Tage mit der Aussaat und dem Beobachten des Wachstums verbringen können. „Die Ergebnisse haben uns einige Kinder zugeschickt, die wir dann auf unserer Internetseite veröffentlicht haben“, so Nienhaus weiter. Durch die Tüten-Aktion hätte die OJKA auch neue Familien kennengelernt. Denn das Schöne sei, dass das Angebot niedrigschwellig sei. „Und jeder, der möchte, ist herzlich eingeladen. Bei uns ist jeder willkommen“, sagt er. Wer sich der Aktion anschließen möchte, kann sich mit Sebastian Nienhaus unter Tel. 0177/7541327 in Verbindung setzen. Eine kurze Information mit der Adresse und der Anzahl an gewünschten Tüten würde ausreichen. Die Aktion soll bis zum Ende des Lockdowns oder bis zur Wiederöffnung der Schulen und der aktiven Jugendarbeit fortgeführt werden.
Darüber hinaus setzen die Mitarbeiter der OKJA aktuell alles daran, mit den Kindern in Kontakt zu bleiben – auch wenn die üblichen Angebote vor Ort nicht stattfinden können. Seit Beginn des Lockdowns wird etwa Unterstützung im Home-Schooling angeboten, „was auch sehr gut angenommen wird“, resümiert Nienhaus. Ganz egal ob es das Kontrollieren von Hausaufgaben ist, das Ausdrucken von Arbeitsblättern oder das Erklären von Unterrichtsstoff: „Wir sind für alle und für jeden da“, betont Nienhaus. Häufig seien es Kinder, die ohnehin aus der aktiven Arbeit bekannt sind, denen aktuell Hilfestellung gegeben wird. Aber auch für neue Kontakte sei die OKJA stets offen.
Um auch Jugendliche anzusprechen, die bisher nicht mit der Jugendarbeit in Kontakt stehen, ist Sozialarbeiter Robin Langer, der seit 3,5 Monaten Teil des Teams ist, auf den Straßen unterwegs und kommt mit den Jugendlichen ins Gespräch. Dabei sei eines immer wieder deutlich geworden: „Neben informellen Treffpunkten wünschen sich die jungen Menschen vor allem Räume, in denen sie sich aufhalten und einfach jugendlich sein können“, berichtet Robin Langer. In Osterwick gibt es dazu das Café Chino, „in Darfeld und Holtwick sind wir weiterhin auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten.“ In der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses hätten die Sozialarbeiter zum einen ihre Arbeit vorgestellt, zum anderen haben sie auch die Möglichkeit genutzt, um deutlich zu machen, dass Räume fehlen würden. „Hier hoffen wir auf Unterstützung, um unsere Angebote auch weiterhin in allen drei Ortsteilen gewährleisten zu können“, so Nienhaus. | www.oja-rosendahl.de