Qualität der Jugendarbeit sichern

Rosendahl. Der Anteil der Gemeinde Rosendahl an den Betriebskosten für die Offene Kinder- und Jugendarbeit soll künftig nicht mehr gedeckelt werden, sondern sich tatsächlich auf 50 Prozent der anfallenden Kosten belaufen – diesen Vorschlag macht die Gemeindeverwaltung im Hinblick auf einen entsprechenden Antrag des Trägervereins Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Kolping Rosendahl e.?V.. „In allen anderen Kommunen des Kreises Coesfeld erhält der Träger diese 50 Prozent“, erklärt der Vorsitzende Jürgen van Deenen auf Anfrage unserer Zeitung. Um weiter eine gute und qualifizierte Arbeit leisten zu können, sei eine Anpassung erforderlich. Beraten wird der Sport-, Kultur-, Familien und Sozialausschuss am kommenden Donnerstag (15.?11.).

Rosendahl: Qualität der Jugendarbeit sichern

Zum Hintergrund: Im Grundlagenvertrag von 2010 hat die Gemeinde Rosendahl mit dem Träger einen jährlichen pauschalen Zuschuss von 50?000 Euro für die Personal- und Sachkosten vereinbart. Diese Regelung ist 2015 dahingehend verändert worden, dass sich der Zuschuss auf 50 Prozent der tatsächlich vom Kreis Coesfeld anerkannten Kosten beläuft – maximal jedoch 65?000 Euro. Das sei vor dem Hintergrund der Beschäftigung von qualifizierten Mitarbeitern und der Bereitstellung von notwendigen Sachkosten zu knapp bemessen, stellt Jürgen van Deenen fest. Nach ersten Kalkulationen müsste sich der 50-prozentige Anteil der Gemeinde für 2019 auf rund 73?000 Euro belaufen.

Eben diese bisherige Deckelung sollte abgeschafft werden, schlägt die Gemeindeverwaltung vor – zumal Rosendahl mit der bisherigen Regelung ein negatives Alleinstellungsmerkmal im Kreis Coesfeld besitze. Eine feste Kostenbegrenzung könne nur zu Lasten der Qualität der Jugendarbeit gehen, da gegebenenfalls eine Einsparung bei den Sachkosten vorgenommen werden müsse. Das, so die Einschätzung der Verwaltung, führe zwangsläufig zu einem Verlust an attraktiven Angeboten in der täglichen Arbeit für die Kinder und Jugendlichen.

Wünschenswert aus Sicht der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Kolping Rosendahl e.?V., die im Jahr 2014 die Trägerschaft von der Kolpingsfamilie Osterwick übernommen hat, wäre zudem eine unbefristete Verlängerung dieser Aufgabe. Bislang ist die Trägerschaft durch den Gemeinderat jeweils für fünf Jahre verlängert worden, aktuell läuft der Zeitraum bis zum 31.?Dezember 2020. „Der Wegfall der Befristung würde uns und nicht zuletzt auch unseren Mitarbeitern mehr Sicherheit und eine bessere Perspektive bieten“, erläutert Jürgen van Deenen. Das sei auch vor dem Hintergrund der großen Wertschätzung der Arbeit, die dem OKJA-Team bei der Vorstellung der Aktivitäten in der Juni-Sitzung des Ausschusses zuteil geworden sei, ein weiterer Schritt. Hier schlägt die Verwaltung für die Sitzung allerdings vor, die bisherige Vertragslaufzeit in Fünfjahresintervallen beizubehalten. 7 Der Sport-, Kultur-, Familien- und Sozialausschuss beschäftigt sich mit dem Thema in seiner Sitzung am Donnerstag (15.?11.) um 19 Uhr im Rathaus.

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